Foursquare – Hier bin ich! – Wo bist du?
Vor einigen Wochen bin ich zufällig auf “Foursquare” gestoßen. Erst konnte ich mir nichts darunter vorstellen (wie ihr wahrscheinlich auch nicht…)
Jedenfalls sollte dieses “Foursquare” die Zukunft der sozialen Netzwerke und der Nachfolger von Twitter sein.
Interessiert von dieser Aussage registrierte ich mich, probierte aus und muss heute als Fazit zugeben: <<”Foursquare” macht Spaß!>>
Die Grundlagen
Wenn man “Foursquare” eiskalt charakterisiert, handelt es sich dabei um ein ortbasiertes soziales Netzwerk.
Laut Entwicklern soll es dazu dienen neue Freunde kennenzulernen und mit denen (und auch alten Freunden) neue Orte zu entdecken.
Doch wie funktioniert das?
Grundausstattung für das Benutzen von “Foursquare” ist ein Handy mit Internetzugang und GPS (im besten Falle ein iPhone, ein Blackberry ein Android- oder ein Windows Mobile-Smartphone. Mit der entsprechenden Software (die über die jeweiligen App-Handelsplätze zu beziehen ist) kann es nun losgehen:
Ich verlasse meine Wohnung und besuche mein Lieblingscafé. Während ich nun auf mein Getränk warte zücke ich mein Handy und starte das App. Das Handy überprüft jetzt via GPS wo ich bin und gleicht das mit einer Liste von sog. Venues (Orte) ab.
Ich wähle das Café aus der Venueliste und “checke ein”. Nun kann ich noch wählen, ob ich diesen “Check-In” via Facebook, Twitter oder nur über “Foursquare” an meine Freunde schicken möchte.
Der Wettkampf
Wettkampf? Ja, ihr habt richtig gelesen. “Foursquare” hat nämlich auch Wettkampfcharakter! Für das aufsuchen bestimmter “Venues” oder für das häufige Aufsuchen derer gibt es sog. “Badges” – Abzeichen – die sehen momentan nur schön aus und dienen höchstens zum Angeben. Aber es gibt auch Dinge mit Wettkampfcharakter die sich direkt lohnen:
Wenn ich zum Beispiel häufiger in meinem Lieblingscafé, meinem Lieblingsclub oder an der U-Bahn-Station “eingecheckt” habe als jeder andere, werde ich der “Mayor”. Doch was bringt mir die “Mayorship” ? In den meisten Fällen hier in Deutschland NOCH garnichts, auf der anderen Seite des großen Teichs dagegen schon. Viele Cafés, Bars und Restaurants bieten Ermäßigungen oder Freigetränke für den Mayor. Ist das nicht was?
Datenschutz?
Der Datenschutz wird bei “Foursquare” größer geschrieben als beim Mitbewerben “Gowalla”. Allesdings ist auch Datenschutz hier ein sehr heikles Thema. Man kann zwar genau einstellen wer, was sehen kann (Check-Ins, Freischaltung von Mayorships etc.) aber man muss auch bedenken, dass es sich hierbei um ein Social-Network handelt, dass die eigene Position übermittelt. Hier muss jeder für sich selber entscheiden, ob er “mitspielen” möchte.
Ein wichtiger Tipp, der auch zum Datenschutz gehört, aber eher den Schutz des eigenen Hab und Guts betrifft:
Füge niemals Personen als Freunde hinzu denen du nicht vertraust bzw. die du nicht kennst! Es könnten kriminelle sein, die darauf warten, dass du irgendwo eincheckst, i.e. das Haus verlässt, und dann seelenruhig deine Wohnung ausnehmen…
Deswegen habe ich längst nicht jeden von Twitter oder Facebook auch bei “Foursquare” als Freund.
Fazit
Ich persönlich empfehle jedem “Foursquare” weiter. Es macht Spaß mit seinen Freunden um “Mayorships” zu kämpfen und mit seinem neuen Badge anzugeben. Was den Datenschutz betrifft muss jeder für sich selber entscheiden, was er für richtig hält.
Doch eins ist klar: “Foursquare” ist halb Netzwerk und halb Spiel für große Jungs und Mädels…
Foto: Kigoo Images / Pixeli0
